Florian Marotzke im Interview

Florian Marotzke, Trainer des VfL Fredenbeck, kurz vor dem ersten Heimspiel (Sonnabend, 8. September, 19:30 Uhr) im Interview.

1. Florian Herzlich Willkommen beim VfL. Wie hast Du dich eingelebt und wie sahen deine ersten Wochen hier beim VfL aus?

In den ersten 14 Tagen habe ich parallel zur Vorbereitung gemeinsam mit meiner Familie in der Nähe von Fredenbeck unseren Jahresurlaub verbracht. Das war schon mal sehr schön. Seit Mitte Juli lebe ich in Fredenbeck. Ein kleines Dorf so wie ich es von zu Hause gewohnt bin. Ich fühle mich hier sehr wohl.

2. Du bist sehr kommunikativ und suchst den Kontakt zur Basis. Beschreibe mit ein paar Worten das Gesamtpaket VfL Fredenbeck.

Das Gesamtpaket VfL Fredenbeck stimmt. Man merkt bei sämtlichen Entscheidungen, dass ein großer Erfahrungsschatz vorhanden ist. Der VfL plant langfristig und hat dabei immer den gewissen Blick für die Jugend. Unterstützung der Fanclubs ist riesig! Ob es ein kurzfristig durchgeführter Tribünenbau am Beachplatz oder auf einem Freitagabend die Unterstützung bei einem Auswärts“Test“Spiel in Hildesheim ist. Das ist überragend!

3. Nach dem Testspiel gegen Barmbek mit 200 Zuschauern hast Du angemerkt, dass Du dich an so etwas erst einmal gewöhnen musst? Was ist anders, als bei deinen vorherigen Stationen?

Die Euphorie in der Halle. Jeder packt mit an. Der komplette Spielbetrieb wird im Ehrenamt organisiert. In Fredenbeck findet noch ein richtiges Vereinsleben statt. Das gibt es nicht in vielen Vereinen. Auch die Anzahl der Zuschauer, ist im Gegensatz zu meinen vorherigen Stationen beeindruckend. Die Stimmung in der Halle ist durch die ununterbrochene Unterstützung der Fanclubs überwiegend. Ich freue mich sehr auf jedes einzelne Heimspiel.

4. Wie sieht deine Spiel-Philosophie aus, die Du den Spielern einimpfen willst? Wer sind die „Säulen“ deiner Mannschaft.

Wir wollen eine gute Abwehr stellen. Das ist die Basis für erfolgreichen Handball. Es wird Spiele geben die am Ende vielleicht nicht schön anzusehen sind. Wenn am Ende die zwei Punkte in Fredenbeck bleiben, ist alles in Ordnung. In der Abwehr wollen wir unangenehm spielen. Hart, diszipliniert, regelkonform und intelligent. Der Gegner soll es schwer haben gegen uns ein Tor zu erzielen. Im Angriff wollen wir schnelle und einfache Tore erzielen. Am Ende muss auch das Angriffsspiel effektiv sein. Wir benötigen eine Mannschaft! Ich glaube einzelne Spieler aus der Mannschaft herauszuheben wäre nicht der richtige Weg. Über den Saisonverlauf benötigen wir jeden einzelnen Spieler. Ich bin mir sicher, dass sich jeder einzelne in den Dienst der Mannschaft gestellt. Nur so werden wir gemeinsam Erfolg haben.

5. Du bist nicht der „Gute-Laune-Onkel“, sondern gibst den Spielern auch klare Anweisungen. Was erwartest Du von jedem Einzelnen?

Klare Worte sind ehrlich und ehrlich währt am längsten. Ich erwarte von meinen Spielern Einsatz, Wille, Emotionen, Loyalität. Es wird viele Spiele geben die wir nur über den Kampf gewinnen können. Ich erwarte von jedem Spieler, dass er sich in jeder Sekunde für die Mannschaft aufopfert. Ein Spieler muss der Mannschaft immer mehr geben, als er ihr selber nimmt.

6. Die Vorbereitung ist gestartet. Wie ist dein Eindruck von der Mannschaft? Wie weit seid ihr mit euren Plan?

Die Verletzungen in der Vorbereitung haben uns schon ein wenig zurückgeworfen, jedoch glaube ich dass wir im ersten Spiel in Bissendorf gezeigt haben, dass wir in der Vorbereitung gut gearbeitet haben. Nicht schön aber die zwei Punkte gehen nach Fredenbeck. Mit der kurzfristigen Verpflichtung von Mikkel Obel Thomsen kommen kurzfristig auf uns kleine Bausteine hinzu. Es dauert einfach eine gewisse Zeit bis ein Spieler  komplett im Spielsystem integriert ist

7. Was möchtest Du den Fans vom VfL mit auf den Weg geben, damit die Vorfreude auf die Saison noch größer wird?

Wir werden in der kommenden Saison mit einem richtigen „Team“ spielen, dass kämpfen wird. Kommt alle in die Geestlandhölle und unterstützt die Mannschaft bei der Mission Upstieg. Nur mit euch werden wir dabei eine Chance haben. Am besten nehmt ihr auch noch eure Nachbarn an die Hand und bring sie mit. Wir brauchen euch als achten Mann auf dem Feld.